chucks in the sand
markusmax: Jetzt weiß ich ...

Ja, genau, jetzt weiß ich, was gemeint ist, wenn führende Politiker von "Jammern auf hohem Niveau" sprechen, ach Gottchen, ich sehe förmlich die Schweißperlen auf Deiner Stirn, wenn Du den Champagner in der Pause von Monsieur Lang Lang trinkst, oder wenn Du Dich wiegst bei der aalglaten Pusterei von Herrn Brönner. Und dabei haben wir das hier doch beide mal so gemocht. Auch wenn es nicht wirklich cool war, aber verdammt gut!
Und jetzt weiß ich auch, warum Männer im Beisein von Frauen immer solche Jammerlappen sind. Frage ich im normalen Ton nach einem Treffen - nüscht! Komme ich dagegen mit einem Bloggeintrag, untermauere das ganze noch mit einem - zugegeben blöden Beispiel aus der Welt der Statistik und male Untergangsszenarien an die Wand - schwups, gibt es sogar noch in diesem Jahr einen Termin! Da sag mir nochmal, Du magst Männlichkeit! (Einen Satz, den ich ja fast gern in die gesamte weibliche Welt hinausrufen möchte)


Jetzt weiß ich aber auch, dass es genug der Klagerei ist und sich jetzt noch ein bißchen Kulturarbeit gut tun würde. Als erstes ein definitiver Tipp meinerseits für den diesjährigen Weihnachtsbaum (unserer ist Nobilis, weil mein Frau Nadeln im Wohnzimmer riechen will!), bzw. für die Fütterung der weihnachtsbaumnahen Anlage, Aimee Mann mit Winter Wonderland (I Tunes ) von ihrem hübsch unaufgeregtem Weihnachtsalbum "One more Drifter in the Snow" - da ist das ganze Christmas Gesummse ein bißchen unaufgeregter! Und dann, bevor das Jahr aufhört, wo wirklich auch noch der letzte Breitband bekommen hat (selbst Du!), noch einmal zur Erinnerung an die Jahre als wir mit einem Modem das Internet besuchten und uns alle fragten, was das wohl für Geräusche sind. Hier ist die Antwort! So, und nun, meine Liebe, muß ich Texte schreiben für einen Auftrag, der Deiner Konkurrenz zugute kommt. Und - ja - das freut mich! Nicht, weil ich nicht gern wieder für Dich arbeiten würde, warst Du Du doch meine liebste Chefin! Sondern, weil ich damit so kurz vor Weihnachten noch ein bißchen Kohle mache Nicht so viel -- aber immerhin noch vor Weihnachten! Und Du, was für eine Baum hast Du denn?
19.12.06 11:20


Frauke - ach herrje

Ach herrje – ein Mann in Not. Niemand spricht mit ihm. Und ich habe ihm auch noch einen Korb gegeben. Habe auch gesagt, ach was: gefleht: ne Du, vor Weihnachten, bitte, bitte nicht. Erbarmen. Was ist da los? Selbst wenn man wie ich kaum jemanden beschenken muss (die Gnade der kleinen Familie UND dem Single-Dasein, herrlich. Wenigstens 1x im Jahr), möchte man sich doch immer Zeit frei halten, in der man das wenige besorgen KÖNNTE (oder bastelt – ja, ich tue das, wie früher, und habe auch wirklich die eine oder andere – nun, ich nenne sie mal ganz bescheiden – brilliante Idee). So reihen sich die Abende aneinander, in denen man sich kümmern wollte – es dann aber doch nicht schafft, weil irgendwas sensationell Wichtiges wie sensationell starke Unlust dazwischen kommt.

Mich jedoch blockiert etwas ganz anderes in der  Vorweihnachtszeit: alle Veranstaltungsorte Berlins trumpfen noch mal ordentlich auf. Und als Medientante habe ich hier und da auch eine Einladung. Und als Tochter einer kulturbegeisterten Mutter noch mal so viel. Und so versammeln sich in einer Woche der Pianist Lang Lang, der Trompeter Till Brönner, die afrikanischen Tänzer von Umoja, die Sänger von „Tanz der Vampire“ und der Tänzer Ismail Ivo in meinem Kalender. Wie soll man da noch Zeit für Freunde haben?

Aber ich nehme gerne neue Termine an – im neuen Jahr – aber das will auch immer keiner – klingt noch so lange hin. Selbst noch am 31.12. Und dann, lieber Markus, können wir gerne über alles reden:  über fettes Essen, und Geschenke, die keiner haben wollte (Gebasteltes &hellip. Wir können reden über Deine Geschäfte im nächsten Jahr und über meinen Hang, immer um die Weihnachtszeit mich mit Männern einzulassen. (Diesmal haben wir es bis ins Bett geschafft, aber – mein Leben ist ein Trümmerhaufen – er schaffte es kaum wieder raus: Katzenallergie. Meine Kater nennen sich jetzt Mord und Totschlag.) Willst Du die ganze Geschichte? Vielleicht schon in diesem Jahr? Hier? Und dafür erklärst Du mir, was Deine seltsame Tabletten-Rechnung bedeuten soll…

17.12.06 21:35


markusmax: Das Jahr ist schon wieder sooo lange zu Ende!

Ich weiß nicht,ob es daran liegt, dass ich selbstständig arbeite, ob ich tendeziell depressiv bin und deswegen eher auf das halbleere Glas schaue oder was auch immer: Seit November höre ich ständig nur eine Antwort: "Ach, das schaffen wir dieses Jahr nicht mehr! Da reden wir nochmal im neuen Jahr drüber!" In meiner täglichen Beschäftigung mit der Akquise, also dem Aufreissen von neuen Kunden, ist das wirklich richtig doof. Erstens mal heißt das konkret, dass die Kohle bis Anfang November drin sein muß und auch, dass Weihnachten eigentlich eher nur Streß ist. Ich bin nämlich leider nicht mit einem Spar-Gen ausgestattet und insofern wäre die Kohle, selbst wenn Sie bis Anfang November drin wäre, bis Weihnachten eh schon wieder weg. Während also andere ständig von Weihnachtsfeier zu Weihnachtsfeier tingeln und sich über die ganzen Geschenke unterhalten, die sie schon alle haben (Ich hab noch keins - 14.12.!!!), versuche ich dann doch noch den ein oder anderen zu finden, der wenigstens mal mit mir spricht!
Und das meine ich wörtlich, denn auch auf der persönlichen Ebene ist das Leben eigentlich schon vor zwei Wochen auf Eis gelegt (Eis - ha - in diesem Winter!). "Du, weißt Du, ich muß noch Geschenke kaufen, der Arzt - nee Du, lass uns das Treffen mal auf das neue Jahr verschieben!" Also auch da - und das hat nix mit Selbstständigkeit zu tun - Leben im Pause Modus.
Und ich - also ich hätte eigentlich Zeit. Bin ich vielleicht eine faule Sau?
Und damit mal nicht genug, es wäre ja nicht so, dass am 02. Januar dann wieder alle stramm mit den Händen an der Hosennaht stehen. Nee, nee! "Du, also ich weiß nicht, wo mir der Kopf steht, also da ist so viel liegen geblieben - vielleicht Anfang Februar!" Und Kunden nutzen in diesem Zusammenhang dann eher das Sie als das Du, ansonsten ist der Inhalt der gleiche.
Und dann - nun, da muß man sich schon ranhalten - denn Ende Mai geht´s ja schon wieder in die Sommerpause - bis Ende September und dann - richtig, kommt bald Weihnachten! Ich hab jetzt schon Schweißperlen auf der Stirn vor dem Streß im nächsten Jahr, in 3 Wochen das Jahresgeschäft zu erledigen ...
Und dann kann man das ganze ja auch beziffern: Z.B. werden 4,3 Millionen Packungen Medikamente pro Tag laut Bundesregierung verkauft, das heißt, im Dezember dieses Jahres, 16 Verkaufstage vorrausgesetzt, werden 6,8 Milliarden Packungen weniger verkauft, weil ja alle wegen des Weihnachtsstreß keine Zeit haben! (Ich weiß, ist ein blödes Beispiel, aber dafür klingt 6,8 Milliarden sehr beeindruckend!)
Also, redet mit mir!
14.12.06 12:33



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